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Erlebtes positiv beeinflussen – das VAKOG Modell

Heute gibt es eine kleine Übung aus dem Sektor Persönlichkeitsentwicklung, NLP und Veränderungsarbeit. Wir erleben tagtäglich neue Dinge, machen neue Erfahrungen, haben neue Erlebnisse. Manche davon sind richtig gut, manche eher weniger, manche “so lala”. Bei einigen denken wir uns möglicherweise, hach, was würde ich darum geben, dies immer wieder erleben zu dürfen, es mit allen Details in der Erinnerung zu belassen. Anderes würden wir vielleicht am liebsten in ein großes, schwarzes Loch verbannen und nie mehr daran denken.

Dieses Hervorheben von bestimmten Dingen und das Abschwächen anderer – manchmal klappt es ganz automatisch. Gerade wenn wir starke Emotionen mit einer bestimmten Erfahrung verbinden, wird sie uns sehr wahrscheinlich im Gedächtnis bleiben. Jedoch gibt es auch spezielle Techniken, bestimmte Erfahrungen hervorzuheben oder abzuschwächen, die nicht schwer zu erlernen sind.

Eine davon ist das sogenannte VAKOG – Modell. Dieses Modell steht für unsere fünf Hauptsinneskanäle, durch die wir unsere Umwelt wahrnehmen:

V = Visuell

A = Auditiv

K = Kinästhetisch

O = Olfaktorisch

G = Gustatorisch

Jedes dieser Sinnessysteme besitzt nun eigene Submodalitäten. Wenn wir ein Erlebnis auf der visuellen Ebene betrachten, dann stellt sich dieses zumeist entweder als Bild oder als Film dar. Dieses Bild oder dieser Film kann nun groß oder klein sein, bunt oder schwarz-weiß, scharf oder unscharf, kontrastreich oder eher verschwommen, glänzend oder matt. Zusätzlich können wir uns noch fragen, ob wir uns direkt im Bild/Film befinden (assoziierter Zustand) oder außerhalb davon (dissozierter Zustand).

Auf der auditiven Ebene können die Geräusche, die Stimmen, das Lachen etc. laut oder leise sein, nah bei Dir oder weiter entfernt, aus einer bestimmten Richtung kommend oder von überall her sowie hoch oder tief.

Wenn Du Dir beispielsweise einen schönen Urlaubstag am Meer vorstellst, dann kannst Du auf kinästhetischer Ebene möglicherweise den Sand unter den Füßen spüren, den Wind und das Salz auf Deiner Haut oder Berührungen von anderen Menschen. Außerdem kannst Du möglicherweise auch eine Stelle wahrnehmen, an der das Gefühl sitzt, das Du mit diesem Erlebnis verbindest. Bewegt sich dieses Gefühl möglicherweise? Wenn ja, in welcher Form und in welche Richtung?

Möglicherweise beinhaltet Dein Erlebnis auch Geschmacks-/und Geruchskomponenten. Eher süß oder sauer, eher scharf oder vielleicht bitter? Wohlriechend-/schmeckend oder schlecht?

Nach dieser anfänglichen “Bestandsaufnahme”, die auch schon einen großen Teil zur Schulung Deiner Wahrnehmung beiträgt, kommt nun die tatsächliche Übung. Und zwar kannst Du nun diese Submodalitäten mental verändern. Wenn Du ein schönes Erlebnis verstärken willst oder Dir verstärkt wieder ins Gedächtnis rufen willst, dann hilft es meistens, die Bilder/Filme größer werden zu lassen, direkt hineinzusteigen, sie bunt und scharf sowie glänzend zu machen. Geräusche können wie an einem Mischpult lauter gedreht werden, Gefühle intensiviert oder – falls das Gefühl sich im Körper bewegt –  beschleunigt werden. Hier stehen Dir also sehr viele Möglichkeiten offen.

Andersherum können Erlebnisse, die Du vielleicht eher schlecht in Erinnerung hast, die sich aber nicht so richtig auflösen wollen, klein, schwarz-weiß, verschwommen, kontrastlos und leise gemacht werden, so als würde das Erlebnis nur hinter einer Art von dämpfendem Schleier stattfinden. Vielleicht kannst Du es sogar so klein machen, dass Du es gar nicht mehr siehst. Genauso kann natürlich analog im kinästhetischen, olfaktorischen und gustatorischen System verfahren werden. Oftmals ist es so, dass gerade negativ besetzte Erlebnisse und Erfahrungen riesengroß in unserem Gedächtnis abgespeichert sind. Da Du nun aber um die geeigneten Techniken weist, kannst Du dies in Zukunft mit wenig Zeitaufwand ändern.

Die Änderungen der Submodalitäten im VAKOG-Modell stellt eine der effektivsten Möglichkeiten dar, erlebte und als “unabänderlich” betrachtete Gegebenheiten im Nachhinein zu reframen und die emotionale Bedeutung zu verändern. Probiere es einfach aus und spiele DJ an Deinem eigenen Mischpult! Möglicherweise erfindest Du auch für Dich noch ganz neue Möglichkeiten und willst uns davon erzählen? Wir sind gespannt!

Alles Liebe,

Helena Fierlbeck

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6 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

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