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Therapeutische Effektivität von Hypnose

Hypnosetherapie ist seit 2006 vom Wissenschaftlichen Beirat Psychotherapie als Therapietechnik anerkannt. Doch auch bereits vor 2006, wurden zahlreiche Forschungen zur Wirksamkeit und Effektivität von Hypnosetherapie durchgeführt. Mittlerweile existieren mehrere hundert klinische Studien zum Thema Therapeutische Effektivität von Hypnose. In diesem Blogartikel möchten wir etwas detaillierter auf das Thema Hypnose als Mittel der Psychotherapie eingehen.

Metaanalysen zur Effektivität von Hypnosetherapie

So haben zwei bedeutende Metaanalysen ergeben, dass sowohl Verhaltenstherapie wie auch psychodynamische Verfahren (z.B. tiefenpsychologische Therapieansätze) von der Hinzunahme von Hypnose profitieren. Das zeigten Studien von Kirsch, Montgomery & Sapirstein, 1995; Kirsch (Verhaltenstherapie), 1996 sowie Smith 1980 (psychodynamische Verfahren). Darüber hinaus zeigte beispielsweise die Metaanalyse nach Romminger signifikante Effekte von Hypnosetherapie beim Thema Rauchen, Angst sowie Schmerz.

Als Metaanalyse bezeichnet man in der Wissenschaft die Zusammenfassung der Ergebnisse einer Vielzahl von Einzelstudien, um die Effekte kummuliert messen zu können. Ergebnisse von Metaanalysen sind deshalb besonders aussagekräftig. Mittlerweile erhöht sich die Anzahl der Metanalysen auch im Bereich Hypnosetherapie stetig.

Studienergebnisse belegen die therapeutische Effektivität von Hypnosetherapie u.A. bei:

  • Depression
  • Therapie von Ängsten und Panikstörungen z.B. Flugangst, Examensangst, soziale Ängste, Platzangst, Phobien, generalisierte Angststörung
  • der Behandlung von Süchten, Rauchen, Übergewicht, Alkoholismus
  • Motorische Störungen wie Stottern, Tics, Schreibkrampf, Bruxismus, psychogene Lähmungen
  • Psychosomatische Störungen multipler Organgsysteme
  • Immunologische Störungen z.B. Allergien
  • Adipositas
  • Hypertonie
  • Behandlung zur Reduktion von Warzen und anderen Hautkrankheiten
  • Therapie von Asthma
  • ..

Hypnose in der Schmerzbehandlung

Besonders therapeutisch wirksam zeigt sich Hypnose auch in der Schmerzbehandlung. In der Meta-Analyse von Montgomery et al. (2000) konnte sowohl für akute als auch für chronische Schmerzen eine Schmerzlinderung durch Hypnose belegt werden. In seiner Dissertation beschreibt Said Moshref Dehkordy 2008 darüber hinaus eine Studie mit 48 Teilnehmern sowie Kontrollgruppe, welche eine signifikante Reduktion von Migränekopfschmerzen in der Hypnosegruppe darstellt. Häufigkeit, Intensität und Dauer der Kopfschmerzattacken nahmen deutlich und langanhaltend ab.

Weitere Informationen und Belege findest Du unter anderem hier:

Moshref Dehkordy, S. (2008). Der therapeutische Effekt der Hypnose bei chronischer Schmerzbehandlung, Eine Untersuchung am Beispiel der Behandlung von Migräne.

Kirsch, I., Montgomery, G., & Sapirstein, G. (1995). Hypnosis as an adjunct to cognitive-behavioral psychotherapy: A meta-analysis. Journal of Consulting and Clinical Psychology, 63(2), 214–220. https://doi.org/10.1037/0022-006X.63.2.214

Romminger (1995). Meta-Analyse empirischer Arbeiten zur klinischen Hypnose, Diplomarbeit Universität
Tübingen

Smith, M.L., Glass, G.V. & Miller, T.L. (1980). The benefits of psychotherapy. Baltmore London: Johns
Hopkins Univ. Press

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