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Therapeutische Arbeit mit dem inneren Kind

Die therapeutische Arbeit mit dem inneren Kind (z.B. Hypnosetherapie, Ego-State-Therapie oder die Transaktionsanalyse) steht in vielen tiefenpsychologischen und psychoanalytischen Therapieformen an erster Stelle.  Alte Glaubensmuster und einschränkende Glaubenssysteme sollen aufgelöst, Ängste und Phobien reduziert werden. Über die Arbeit mit dem inneren Kind können sich auch seelische Wunden der Gegenwart wieder schließen. Auch während der Hypnosetherapie wird oftmals das innere Kind herangeholt – meistens während hypnotischer Regressionsarbeit.

“Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit”

So formulierte bereits Milton H. Erickson (1901-1980), der Begründer der modernen Hypnosetherapie, sehr treffend den folgenden Satz “Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit“. Denn sowohl positive als auch negative Kindheitserinnerungen sind allesamt im Unterbewusstsein abgespeichert. Auch dann noch, wenn der Erwachsene bewusst nicht mehr auf alle Erfahrungen zugreifen kann. In einer therapeutischen Regression leitet der Hypnosetherapeut den Klienten normalerweise in eine Ursprungssituation (ISE = Initial Sentitizing Event, das Erlebnis, an dem das belastende Gefühl das erste Mal auftrat). Dort wird schließlich analysiert, was der Klient im Kind-Ich-Zustand derzeit gerade bräuchte (meist Liebe, Geborgenheit, Verständnis oder Wissen).

Alle Ressourcen sind bereits in Dir vorhanden

Milton H. Erickson ging weiterhin davon aus, dass “alle positiven Ressourcen bereits in einem Menschen vorhanden wären” und man “den Zugang nur aufzeigen müsse”. Da unser Gehirn nicht relevant zwischen tatsächlich real erlebten und vorgestellten Erlebnissen unterscheidet, kann eine negative Kindheitserinnerung auch positiv reframed werden. Obwohl der Klient / die Klientin rational durchaus in der Lage ist zu sagen, was tatsächlich stattgefunden ist, verändert sich hierbei die emotionale Qualität des Erlebten. Auch der Erwachsene im Erwachsenen-Ich-Zustand kann dem Kind-Ich Liebe, Wärme, Wissen o.ä. zur Verfügung stellen – in der Form, in der es benötigt wird.

Arbeit mit dem inneren Kind – positive Ressourcen aus der Kindheit schöpfen

Aber nicht nur negative Erfahrungen können positiv umgeschrieben werden. Auch aus positiven Erlebnissen der Kindheit kann man schöpfen. Denn vielen Erwachsenen ist das Spielerische sowie das wirklich intensive Erleben von Gefühlen verloren gegangen. Anstatt ausschließlich in negative Gefühle zu gehen, können auch Regressionen in positive Erlebnisse helfen – in diesem Falle eher dem Erwachsenen-Ich.

Indem das imaginäre Kind-Ich gegen Ende der Regression wie eine Art drittes geistiges Auge zwischen die Augen des Erwachsenen wandert, ist gewährleistet, dass der Erwachsene sein/ihr Leben von nun an auch ab und an wieder ein wenig durch die Augen eines Kindes sehen kann – staunend, bewundernd und intensiv gefühlsbetont.

 

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

[…] vielleicht haben auch „nur“ die Eltern die Angst vor bestimmten Dingen geschürt. Gerade im Kindesalter kann man oftmals noch nicht unterscheiden zwischen „falsch“ und „richtig“ und legt die […]

Antworten

[…] allem bei regressiver Hypnosearbeit (zurückgehen in die Kindheit zum Ursprung des Problemverhaltens) ist die Wahrscheinlichkeit irgendeiner Art von Abreaktion hoch. […]

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