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Psychofalle Mobbing

Mobbing am Arbeitsplatz oder aber im im Privatleben ist ein Thema, das zwar einerseits in unserer heutigen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnt, allerdings von vielen Seiten regelrecht totgeschwiegen wird. Der Kollege solle sich doch nicht so anstellen heißt es da oftmals, alles wäre doch im normalen Bereich. Doch Opfer kämpfen zumeist noch lange nach Ende der Mobbing-Attacken mit großen psychischen wie auch physischen Belastungen: Stress- und Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme, Suchterkrankungen, Selbstwert-Probleme und psychosomatische Symptome wie Kopf- oder Magenschmerzen sind oftmals die Folge.

Der Begriff “Mobbing” bedeutet zu deutsch so etwas wie anpöbeln oder fertig machen und bezeichnet nicht eine einmalige Angelegenheit, sondern systematische Angriffe ca. 1 mal pro Woche über einen Zeitraum von mindestens einem halben Jahr.  Dabei kann Mobbing am Arbeitsplatz durch Vorgesetzte oder Kollegen stattfinden (Mobbing durch den Chef wird als “Bossing” bezeichnet), stellt aber auch zunehmend im Internet (“Cyber-Mobbing”), an der Schule oder anderen Einrichtungen sowie im Privatleben (Familie, Bekannte, Partnerschaft) ein Thema dar.

So werden Opfer am Arbeitsplatz gezielt denunziert, Arbeitsergebnisse werden gefälscht oder kaputt gemacht, unwahre Gerüchte werden verbreitet. Im Privatleben können beispielsweise wichtige Informationen vorenthalten, kompromittierende Bilder veröffentlicht oder Witze über persönliche Schwächen gerissen werden. Dabei müssen sich Opfer gar nicht viel zu Schulden kommen lassen, um als “Opfer” abgestempelt zu werden: Oftmals genügt es schon, den Neid der Peiniger auf sich zu ziehen. Eine falsche Kritik am falschen Ort, eine Meinung, die sich vom Mainstream abhebt oder ein andersartiges Aussehen – das alleine können schon “Gründe” für Mobbing sein. Da Mobbing viele verschiedene Formen annehmen kann, wäre es allerdings falsch zu behaupten, dass grundsätzlich vor allem dicke, hässliche, andersartige oder wenig selbstbewusste Menschen Opfer von Mobbing werden – im Prinzip könnte es jeden von uns treffen. 

Ein großer Fehler: Gerade anfangs werden bestimmte Alarmsignale für Mobbing oftmals nicht wahrgenommen oder als Lappalie angesehen. So finden sich Opfer nach einiger Zeit bereits in einem eingefahrenen System und einem Teufelskreislauf wieder, aus dem es sehr schwierig ist, auszubrechen. Mobbing nicht zu beachten oder tot zu schweigen ist nur selten eine gute Wahl: Die bessere Alternative wäre, sich gezielt Hilfe in Betriebsräten oder Mitarbeitervereinigungen (Kontext Arbeitsplatz), von Seiten der Eltern oder Lehrern (Kontext Schule) oder Freunden (Kontext Privatleben) zu holen. Oftmals ist es auch hilfreich, den Mobber gezielt auf dessen Verhalten anzusprechen – am besten unter vier Augen. Mobber leiden des Öfteren unter einem relativ niedrigen Selbstbewusstsein – wenn ihnen die Chance gegeben wird, einzulenken ohne dabei vor anderen bloßgestellt zu werden, tun sie das möglicherweise eher. Falls Kollegen oder der Umkreis des Mobbers in die Schikanen mit einstimmen, können auch diese gezielt nach dem Warum gefragt werden – in vielen Augen eine respekteinflößende Handlung. Auch professionelle Beratung kann nie schaden. 

Leider ist das Thema in einigen Fällen noch lange nicht vom Tisch, sobald die tatsächlichen Attacken aufgehört haben. Professionelle Hilfe und Beratung kann auch hier große Erfolge erzielen. Der Fokus sollte hierbei auf der erneuten Steigerung des Selbstwertgefühls, Reduktion von Stress oder Ängsten sowie auf Entspannung und Erholung liegen. Gerade auch die Hypnose ist so ein effektives und probates Mittel, um Langzeitschäden durch Mobbing-Schikanen vorzubeugen. 

 Liebe Grüße,

Helena

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1 Kommentar. Hinterlasse eine Antwort

danke für den Artikel, leider muss ich zur Zeit selber erleben, was es heißt immer mal in die Schusslinie zu kommen.
Ein Gespräch hat statt gefunden auch Betriebsrat und Chef wurde schon eingeschaltet.
Das Ergebnis gleich null
Er wurde klar und deutlich seitens des Arbeitgebers gesagt man sich bitte ruhig verhalten soll von beiden seiten da man sonst mit Konsequenzen zu rechnen ist, den das ganze sei ja nur Kinderkram.

Ich würde mir wünschen das Arbeitgeber mit dem Thema Mobbing ernsthafter um gehen würde.

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