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Leichte Hypnose Trancen erfolgreich nutzen

Nicht immer muss es gleich eine Tieftrance sein, damit unser Klient das erreicht, weswegen er/sie in unsere Praxis gekommen ist. Im Gegenteil, die Trancetiefe sagt oftmals überhaupt nichts über den Erfolg einer Hypnosesitzung aus. Besonders tief bedeutet also nicht gleich besonders gut.

Leicht, mittel, tief – was bedeutet die Trancetiefe?

In Ermangelung besserer Begrifflichkeiten wird in der Hypnosewelt vor allem von drei verschiedenen Stufen der Trancetiefe gesprochen: leichte Trance, mitteltiefe Trance, tiefe Trance. Diese Trancezustände gehen fließend ineinander über und können sich im Verlauf der Hypnosesitzung abwechseln. Eine vollkommen klare Trennung ist deshalb unmöglich, auch wenn es diverse Definitionen gibt.

Die leichte Trance

Eine leichte Trance existiert sehr rasch und oft, ohne dass wir es merken. Ein spannendes Buch, das unsere Aufmerksamkeit fesselt, eine schwieriges Rätsel oder eine kleine Vorstellungsübung reichen vollkommen aus. Die leichte Trance eignet sich für Veränderungsübungen aller Art – auch Verfahren anderer Therapiemethoden funktionieren in leichter Trance besonders gut (s. unten).

Die mitteltiefe Trance

In der mitteltiefen Trance spüren wir dazu kommend oft noch körperliche Phänomene der Entspannung   – Kribbeln, Muskelzucken, Schwere oder Leichtigkeit des Körpers. Ab und zu spüren wir Arme und Beine auch nicht mehr richtig. Sprechen ist möglich, aber unter Umständen anstrengender und widerwilliger. Langfristige Suggestionen, die tief ins Unterbewusstsein gebracht werden wollen oder auch Regresionshypnose funktionieren hier besonders gut.

Die tiefe Trance

Eine tiefe Trance (sogenannter somnambuler Zustand) wird am ehesten im Bereich Anästhesie verwendet, zur Schmerzabschaltung vor und während OPs. Oft taucht unser Klient hier in seine eigene Welt ab, reagiert zuweilen nicht auf Aufforderungen (z.B. Sprechen, Kopfnicken). Für Coaching und Psychotherapie oftmals ein zu tiefer Trancezustand.

Leichte Trancetiefen für Coaching & Therapie

Im Gegenteil, bereits eine leichte Trance, die sich möglicherweise gar nicht wie Hypnose anfühlt, kann bereits der Grundbaustein von positiver Veränderung sein. Denn auch schon dann, wenn wir nur unsere Augen schließen, befinden wir uns in leichter Trance. Und mit geschlossenen Augen ist das Tor für Imagination und Vorstellungskraft weit geöffnet. Das zeigt zum Beispiel auch die Imagination Zitronenübung.

Warum “nur” eine leichte Trance?

Manchmal ist es sinnvoll, dass Suggestionen sowohl das Unterbewusstsein, als auch Teile des Bewusstseins erreichen. Hier wäre es kontraproduktiv, wenn unser Klient so tief in Trance wäre, dass das Bewusstsein „gar nichts mehr mitbekommen würde“. Dies trifft vor allem dann zu, wenn es um bewusst anwendbare Ratschläge oder Anleitungen geht.

Beispiel: „Und immer dann, wenn die Angst in den Vordergrund tritt, sage ihr freundlich „Hallo, da bist du ja wieder, alter Freund“ – und während du das tust, wirst du bemerken, dass …“

Hier lässt sich psychologisches Wissen aus anderen Therapierichtungen mit in die Trancegeschichte aufnehmen (z.B. ACT Acceptance und Commitment Therapie, EFT Emotional Freedom Technique oder andere Klopftechniken, Kognitive Verhaltenstherapie oder ähnliche).

Auch können sich manche Klienten gerade anfangs eher auf eine leichte Trance als auf eine tiefere einlassen. Wie schwierig muss es für traumatisierte KlientInnen sein, vollkommen loszulassen! Das ist keine Hypnose, die man umsonst macht!  Auch Hypnose mit geringer Trancetiefe ist wertvoll, manchmal möglicherweise sogar zielführender als eine Hypnose in Tieftrance.

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