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Das Leben wirklich schätzen lernen

Wenn ich oftmals im Bekanntenkreis und Freundeskreis meine Ohren genau aufmache, dann höre ich immer wieder, wie schlecht es vielen geht oder was sie alles nicht haben oder noch brauchen könnten. Das Handy dort, den neuen PC da, ein neues Auto, ein neues tolles Küchengerät… Ich gebe zu, dass auch ich früher oft so gedacht habe und auch ab und an noch selbst in solche Gedanken rutsche. Aber dann fühle ich in mich hinein und frage mich, ob ich diesen oder jenen Gegenstand wirklich brauche. Was gibt mir der Gegenstand? Wie wird mein Leben weiter verlaufen, wenn ich diesen oder jenen Gegenstand nicht habe? Oftmals komme ich zu der Erkenntnis, dass es für mich nicht schlimm ist, einen bestimmten Gegenstand nicht zu bekommen. Doch viele Menschen geben sich damit nicht zufrieden. In ihnen wächst eine regelrechte Gier nach Neuem. Man möchte sozusagen up to date sein und möchte natürlich auch die ganzen Dinge besitzen, welche andere Menschen bzw. vielleicht auch der ein oder andere Bekannte oder Freund hat. Nur was bringt es dir wirklich? Ist es oftmals nicht einfach nur eine Moment-Erscheinung? Könntest du nicht auch ohne diesen Gegenstand glücklich sein, nur für dich selbst, und dankbar? Lebst du nicht tatsächlich für etwas ganz anderes?

Am Anfang ist der neue Gegenstand interessant, man befasst sich damit, aber schon nach einem Monat widmet man sich oftmals schon wieder anderen neueren Dingen. Gehe einmal durch dein Zimmer, deine Wohnung oder dein Haus. Gehe mit offenen Augen hindurch und schaue dir bewusst die Dinge an, welche schon seit Monaten oder Jahren einfach nur dort herum stehen oder herum liegen. Noch besser ist es, wenn du sie einfach nimmst und in einen Karton packst. Und keine Angst. Du sollst diesen Karton nicht wegwerfen. Nimm einfach all die Dinge, die da einfach nur herum stehen oder liegen. Welche du so gut wie nie anfasst. Schaue auch in deinen Schränken nach. Was liegt dort alles drin. Was brauchst du wirklich davon? Packe alles in einen Karton und wenn du fertig bist, dann schaue dir deine gesammelten Werke an. Reicht ein Karton aus? Gehe einmal in Dich hinein und überlege, was dir wirklich wichtig ist in deinem Leben. Ist es der ein- oder andere Gegenstand? Oder sind es vielleicht ganz andere Dinge oder Werte?

Mir ist es erst so richtig aufgefallen als ich umgezogen bin. Ich hatte plötzlich Dinge in meiner Hand (um sie einzupacken), bei denen ich mir sofort dachte: „Was willst du noch damit?“.

Und obwohl ich sofort begann auszumisten und einiges wegzuschmeißen, viele Dinge verschenkt habe, so habe ich immer noch das Gefühl, Dinge zu besitzen, welche ich überhaupt nicht mehr benötige. Zu lange schon schleppte ich die alten Gegenstände mit herum, anstatt mich dieser zu entledigen und wieder freier zu sein. Bei eventuellen Neuanschaffungen überlege ich ganz genau, welchen Nutzen sie mir tatsächlich bringen und wie oft ich sie in die Hand nehmen würde oder aber mit ihnen arbeiten oder spielen würde.

Und wenn dann Gedanken aufkommen, dass man etwas unbedingt haben muss, dass es einem schlecht geht, wenn man sich etwas nicht leisten kann, dann gibt es, für mich, eine sehr intensive und wirkungsvolle Praktik. Ich setzte mich einfach ans Internet und schau mir Kinder an, welche in der dritten Welt leben. Schaue mir Photos oder Videos von Kindern an, die über Müllhalden spazieren um etwas Essbares oder Lebensnotwendiges zu finden. Ich sehe, wie sie in Hütten leben. Aus ein paar mit Balken und Plastik zusammengebaute Hütten. Und wenn ich diese Bilder und Videos sehe, kann ich dann wirklich noch sagen ich brauche das neue Handy, das Auto, das Haus, den Luxus-Gegenstand oder was auch immer unbedingt? Ganz im Gegenteil. Ich werde sogar dankbar. Dankbar für die Dinge die ich alle habe. Dankbar für das Dach über meinem Kopf. Dankbar über die ärztliche Versorgung die ich genießen darf, wenn ich sie benötige. Dankbar für so vieles. Geht es dir wirklich so schlecht? Und wenn du die Frage mit ja beantwortest. Dann tausche mit einem Kind auf der Müllkippe für eine Woche dein Leben. 😉

In diesem Sinne wünsche ich dir alles Gute. Mache dir bewusst, was du alles hast und höre auf dich zu fragen, was du nicht hast oder was du noch brauchen könntest. Kaufe dir beispielsweise ein schönes Buch und schreibe jeden Abend 10 Gründe hinein, für die du an diesem Tage dankbar warst.

Liebe Grüße

Johnny Junck

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