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Hypnosetherapie bei Trauma & PTBS

Menschen sprechen im Alltag schnell einmal von „Trauma“. Frau Müller hat ein Trauma erlebt, heißt es da beispielsweise. Dabei bezeichnet Trauma die Reaktion auf ein belastendes Erlebnis. Können Traumata durch Hypnosetherapie verändert / aufgelöst werden? Vorweggenommen: Ja, können sie. Dazu später mehr.

Was zeichnet eine PTBS aus?

PTBS steht ausgeschrieben für Posttraumatische Belastungsstörung. Nicht jeder Mensch, der eine belastende Situation erlebt, hat gleich eine PTBS. Das ICD-10 sagt ganz klar, dass es sich dabei um eine Situation außergewöhnlicher und katastrophenartiger Bedrohung handeln muss, welche bei fast jedem Menschen eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde.

Hierzu zählen beispielsweise Naturkatastrophen, Unfälle, Kampfhandlungen, Folter, Missbrauch oder ähnliche schwerwiegende Ereignisse bei sich selbst oder auch nahestehenden Personen (sogenannte PTBS 2. Ordnung).

Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung

Wer an einer PTBS leidet, klagt des Öfteren über sich aufdrängende Nachhallerinnerungen und Flashbacks (so, als wäre man wieder mitten in der Situation). Zudem herrschen oft Gefühle von Betäubung oder Gefühlslosigkeit vor, die auslösende Situation wird vermieden.

Die allgemeine Vigilanz (Wachsamkeit) ist gesteigert, meistens sind Personen schreckhafter und angespannter. Auch wiederkehrende Albträume werden berichtet.

Einfache versus komplexe Traumatisierung

Im Gegensatz zu kurzzeitig auftretenden traumatischen Erlebnissen spricht man bei langanhaltenden traumatischen Erfahrungen von komplexen Traumatisierungen (z.B. längere Vernachlässigung durch die Eltern als Kleinkind. Egal ob einfache Traumatisierung oder komplexe PTBS, die Störung hat Krankheitswert und darf nur mit Heilerlaubnis behandelt werden.

Hypnotische Stabilisierung bei Traumapatienten

Imaginative Verfahren und damit auch die Hypnose bieten sich auch insbesondere bei der Stabilisierung von Traumapatienten besonders gut an. Der Innere sichere Ort beispielsweise lässt einen inneren Schutzraum entstehen. Die Tresor-Übung erlaubt es, ungewollte Erinnerungen vorerst wegzusperren und beugt so der Gefahr von „Überflutung“ vor. Auch könnten innere Helfer zur Verfügung gestellt werden.

Hypnosetherapie bei PTBS

Hypnose kann neben der Stabilisierung ebenfalls dabei helfen, die Symptomtriade (Schreckhaftigkeit & Vigilanz oder Aktivierung parasympathisches Nervensystem, Intrusionen durch Flashbacks und Nachhallerinnerungen, Vermeidung von ähnelnden Situationen) zu entkoppeln.

Situationen können neu bewertet werden (positives Reframing). Auch kann der Hypnosetherapeut Ressourcen zur Verfügung stellen, um mit den traumatischen Erfahrungen anders umgehen zu können. Dadurch entsteht eine neue, positive Zukunftsperspektive.

Wird regressiv gearbeitet, sollten im Vorfeld unbedingt längere Stabilisierungsphasen stattgefunden haben. Vor allem bei komplexen Traumatisierungen kann – auch mit Hypnose – mit einem längeren Therapieprozess gerechnet werden.

Spiegel und Cardena haben 1991 gezeigt, dass traumatisierte Personen oft besonders gut hypnotisierbar sind. Dies liegt unter anderem an der meisten recht gut ausgeprägten visuellen Vorstellungskraft (die auch bei Flashbacks zum Tragen kommt).

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