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Hypnose: Kommunikation mit dem Unterbewusstsein

Das Unterbewusstsein, das Unbewusste oder der Anteil abseits unserer bewussten Kontrolle – ein Phänomen mit vielen verschiedenen Namen? Schon Sigmund Freud prägte den Begriff des Unbewussten, wobei nach seiner Definition v.a. Triebe und verdrängte Konflikte im Unbewussten lagern. Milton H. Erickson dagegen, der als Begründer der “modernen” Hypnosetherapie gilt, bezeichnet das Unterbewusstsein als unseren kreativen Part und als Ort unerschöpflicher positiver Ressourcen.

Tagtäglich werden wir sekündlich mit einer Unmenge an Sinneseindrücken konfrontiert, von denen wir unmöglich alle auf bewusster Ebene verarbeiten können. Trotzdem nehmen wir diese Sinneseindrücke auf, nur ohne es zu wissen. Auf körperlicher Ebene verläuft zum Beispiel die Steuerung unseres autonomen Nervensystems unbewusst (Herzschlag, Atmung, Muskulatur etc.). Routinevorgänge, z.B. Autofahren, werden nach einer Akquirierungsphase ins Unbewusste verlagert. Dinge laufen also sozusagen automatisiert ab, ohne dass Du über jeden einzelnen Schritt nachdenken musst. In unserem Unterbewusstsein werden jedoch auch Erinnerungen und Emotionen abgespeichert. Auch verdrängte Konflikte werden dort abgelegt.

Die Rolle des Unterbewusstseins für die Hypnose

Während einer hypnotischen Trance ist unser Bewusstsein in einem entspannten Zustand, weswegen der Zugang zum Unterbewusstsein leichter möglich ist als in einem normalen Wachzustand. So können Emotionen und Assoziationen aufgelöst und positive persönliche Ressourcen gestärkt werden.  Während der Hypnose wird der kritische Faktor des Bewusstseins herabgesenkt und der Hypnotiseur kommuniziert direkt mit dem Unterbewusstsein. Dies geschieht durch spezielle Suggestionen, Fantasiereisen, Tiefenentspannung, “Schreckerlebnisse” und/oder Überlastung unseres Kurzzeit-Gedächtnisspeichers. Und da unser Unterbewusstsein der Ort ist, indem alle unsere Erfahrungen, unsere Emotionen und Erlebnisse abgespeichert sind, ist eine direkte Kommunikation mit dem Unterbewusstsein besonders wertvoll. Dies ist auch der Grund, warum Probleme und Herausforderungen mittels Hypnose oftmals sehr schnell aufgelöst werden können.

Auch hirnphysiologisch sind Unterschiede zum normalen Wachzustand feststellbar: Beispielsweise ist in hypnotischer Trance die Aktivität in unserem Frontallappen (vorderer Gehirnbereich unseres Großhirns) besonders niedrig, während das Bilderleben zunimmt. Gerade der Frontallappen wird mit zielgerichteten Prozessen wie Planung, Impulskontrolle oder Regulation von Emotionen in Verbindung gebracht.

Trete in Kontakt mit deinem Unterbewusstsein

Auch Du selbst kannst Dein Unterbewusstsein “testen”: Am besten natürlich in der Selbsthypnose, aber es funktioniert auch so, wenn du dich in Ruhe einmal auf dein Inneres konzentrierst. Tief ein- und ausatmen und den Alltag Alltag sein lassen: Oftmals tauchen dann nach einiger Zeit Bilder auf, zu denen du möglicherweise gar keinen rationalen Zusammenhang erkennen kannst, oder es erscheinen Wörter, Eindrücke oder Gefühle, die nach oben steigen.

Ich wünsche euch einen guten Start ins Wochenende,

Liebe Grüße,

Helena

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

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Liebe Helena,
ich finde den Beitrag gut recherchiert und interessant geschildert. Gut, dass immer mehr Menschen erfahren “WAS” sie lebt!
Gruss Sandra

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