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Regel Nr. 1 in der themenzentrieren Interaktion nach Ruth Cohn (Gesprächsform, die häufig in Gruppeninteraktionen angewandt wird) ist es, etwas über “Dich selbst” und nicht über andere mitzuteilen.

Übertragen bedeutet dies: Spreche in der Ich-Form und nicht in der man-Form / Wir-Form oder Jeder/Alle-Form. Oftmals verstecken wir uns, gerade wenn das Gesprächsthema sich persönlichen (negativen?) Bereichen zuwendet, hinter Formulierungen wie man, alle, jede/r oder wir. Möglicherweise stellt dies einen Schutzmechanismus dar, möglicherweise ist es längst ein Automatismus.

Doch für den Coach richtig interessant kann es mitunter in dem Augenblick werden, in dem der Klient von der Ich-Form in die man-Form übergeht. Möglicherweise könnte dort ein Thema vergraben liegen, das den Klienten tiefer berührt, von dem er sich vielleicht auch “verstecken” möchte und das es sich lohnt, aufzuarbeiten.

Beispiele im Alltag – man statt ich

Beispiel: So etwas kann beispielsweise immer wieder in Dokumentationen von Sportevents begutachtet werden. Wenn Sportler interviewt werden, denen es wider Erwarten schlechter ging, als von der Öffentlichkeit oder ihnen selbst zu Beginn des Events angenommen, schwenken diese an einem bestimmten Punkt des öfteren in die „Man“-Form ab.

Normalerweise liegt dieser Punkt genau dort, wo darüber gesprochen wird, dass „man“ bestimmte Leistungen an diesem Tage nicht abrufen konnte.

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