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Gefühlsatlas – Gefühle vitalisieren Dein Leben

Gefühlsatlas - Gefühle vitalisieren Dein Leben

Der Gefühlsatlas: Gerade die Adventszeit lädt dazu ein, sich vermehrt auf sich selbst zu besinnen. Sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Wieder ganz zu sich selbst zu finden. Sich wieder klarer darüber zu werden, wer ich eigentlich bin. Im schnelllebigen Gesellschafts-Trubel lebt man manchmal nur noch vor sich hin, anstatt sich zu fragen, wie geht es mir überhaupt?

Die meisten Menschen, die diese Frage auf der Straße gestellt bekommen, antworten schlicht mit „gut“ oder manchmal auch „schlecht“. Manche fühlen sich „neutral“. Ein neutrales Gefühl, gibt es das überhaupt? Und existieren wirklich nur die Farben weiß und schwarz oder könnte man das Leben auch einmal in Zwischentönen malen?

Welche Gefühle existieren in deinem Gefühlsatlas?

Wie fühlen sich „angeregt“, „aufgedreht“, „überglücklich“, „liebevoll“, „überwältigt“ oder „lebendig“ an? Und wie „betroffen“, „widerwillig“, „zornig“, „miserabel“ oder todtraurig“? Kommen all diese Gefühle in deinem persönlichen Gefühlsatlas vor? Oder gibt es da wirklich nur weiß und schwarz, gut und schlecht?

Gefühle dienen uns dazu, unser Leben zu vitalisieren. Sie dienen auch der Kommunikation, mit uns selbst und anderen. Durch Gefühle wird uns bewusst, wie das Leben für uns gerade so läuft. Ob eher „fantastisch“, „schlapp“, „verbittert“ oder „mit Liebe gefüllt“. Mit Menschen, die nur wenige Gefühle nach außen zeigen, wissen wir oft nicht umzugehen. Wir können sie so wenig einschätzen und in unseren Gefühlsatlas einordnen. Ein Pokerface ist schwer zu deuten.

Kinder depressiver Eltern haben es ungemein schwerer als die gesunder Eltern. Depressiv Erkrankte verfügen oftmals über eine eher eingefrorene Mimik und eine recht gleichbleibende niedergeschlagene Stimmung. Gerade diese Kinder zeigen jedoch, wie sehr wir auf die Gefühlsäußerungen anderer Personen angewiesen sind. Bereits Säuglinge präferieren lachende Gesichter und reagieren auf starke Mimik von Erwachsenen. Von „neutralen“ Gesichtern wenden sie sich eher ab, was auf längere Sicht zu Entwicklungsdefiziten führen kann.

Sind Gefühle gefährlich?

Oftmals werden Gefühle jedoch trotzdem auch als etwas Hinderliches und manchmal sogar gefährliches gesehen. Gefühle machen einen „schutzlos“, man ist anderen „ausgeliefert“ wie ein offenes Buch. Je weniger man von den eigenen Gefühlen preisgibt, desto weniger angreifbar ist man auch, so sagen Einige. Unsere Gesellschaft scheint „harte“ Geschäftsmänner und -frauen zu fordern. Schon in der Kindheit erlernen einige kleine Jungen, dass man als Mann lieber keine „weichen“ Gefühle zeigen sollte.

Würdest Du deine Gefühle ausschalten wenn Du die Möglichkeit dazu hättest?

Das ist eine interessante Frage, denn viele Menschen stecken gerade mitten drin in diesem Dilemma – Gefühle sind ok aber zu viele lieber auch nicht? Oder sollten es nur die guten sein? Einmal an der Gefühlstheke: Bitte sehr, welche dürfen es denn sein?

Doch was passiert mit heruntergeschluckten Gefühlen? Oftmals nisten sich diese im Körper ein, führen zu psychosomatischen Beschwerden und Krankheitsbildern wie Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Migräne, Verdauungsproblemen, Rückenverspannungen u.v.m. Teilweise werden Gefühle auch so lange geschluckt, bis sie ausbrechen wie ein Vulkan, brodelnd, gewaltig und oftmals zerstörerisch.

Gefühle also doch zeigen? Ich finde ja. Gefühle gehören zum Leben entscheidend mit dazu, ohne sie wäre das Leben einsam und eintönig. Auch „schlechte“ Gefühle dürfen sein, möglicherweise lassen sie uns auch die besseren mehr schätzen. Es ist auch einmal ok, „traurig“ zu sein. Auch mal „wütend“ zu sein oder „genervt“. All das gehört zum Leben dazu.  Auch solche Gefühle wollen akzeptiert werden. Gefühle zu zeigen, macht uns authentischer und „echter“. Gefühle machen uns zu uns selbst und sind manchmal schon da, bevor der Verstand eine Situation begreifen kann. Also bevor wir aus lauter Gewohnheit wieder einmal ein aufkommendes Gefühl hinunterschlucken, vielleicht einfach einmal etwas Neues ausprobieren.

Übungen zur Wahrnehmung und Akzeptanz von Gefühlen

Übung 1) Beantworte Dir folgende Fragen (am besten schriftlich):

  • Wie genau fühle ich mich gerade im Moment?
  • Gibt es Situationen, in denen es meiner Erfahrung nach besser oder schlechter ist, Gefühle zu zeigen? Warum?
  • Was mache ich mit meinen Gefühlen, wenn ich diese nicht zeige? Wie funktioniert das?
  • Wie empfinde ich die Kommunikation mit Personen, die „keine“ Gefühle zeigen?
  • Was passiert mit mir, wenn ich Gefühle schlucke? Kurzfristig, langfristig?
  • Wenn ich die Möglichkeit hätte, würde ich meine Gefühle (in jeder Hinsicht) abschalten wollen?

Übung 2)  Nimm dir ein Platt Papier und einen Stift zur Hand und erstelle deinen eigenen Gefühlsatlas. Welche Gefühle hast du im letzten Jahr in dir gespürt? Waren es eher große, überrollende Gefühle oder kleine Gefühlsregungen? Subjektiv eher positive, oder negative Gefühle? Welche Gefühle konntest DU gut für Dich annehmen, bei welchen fiel es dir schwerer?

Übung 3) Schließe einfach einmal die Augen und fühle in dich hinein, welche Gefühle da denn im Moment so umherschwimmen. „Du darfst jetzt da sein“ ist ein Satz, der diese Gefühle greifbarer macht und in dein Leben holt, anstatt sie zu verdrängen. Unterhalte dich ein wenig mit deinen Gefühlen, mit der Freude, der Leichtigkeit und auch der Traurigkeit und dem Ärger.  Sie alle dürfen sein und gehören zu dir.

Auch mit Hypnose kann ein verstärkter Zugang zu den eigenen Gefühlen gefunden werden. In der Hypnose wird eine direkte Verbindung zum Unterbewusstsein, dem Speicherplatz aller Gefühle, aufgebaut. So können auch verdrängte Gefühle wieder ausgegraben und sinnvoll verarbeitet werden.

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