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Für wen ist es von Nutzen, Hypnose zu lernen?
Für wen ist Hypnose geeignet?

Es ist ein Irrglaube, dass Hypnose nur für Ärzte oder Psychotherapeuten von Nutzen wäre – auch wenn Menschen, die in heilenden Berufen arbeiten, sicherlich stark von der Integration von Hypnose in ihren Berufsalltag profitieren. Hypnose eignet sich jedoch für Jede(n), die/der mehr über sich selbst erfahren will. Du trittst in Kontakt mit Deinem Unterbewusstsein, das immerhin ca. 95% Deines Denkens und Handelns ausmacht! So werden durch Hypnose positive Veränderungsprozesse effektiv angesteuert. Darüber hinaus lassen sich hypnotische Sprachmuster wunderbar in unseren Alltag integrieren und sind längst Bestandteil erfolgreicher Kommunikation in Bewerbungsgesprächen, im Verkauf, in der Politik und in der Werbung.

Warum kommen Menschen in die Hypnosetherapie?

Hypnosetherapie ist seit 2006 offiziell vom Beirat Psychotherapie als Behandlungsform in der Psychotherapie anerkannt. U.a. kommen Menschen aufgrund Ängsten/Phobien, Schmerzzuständen, Schlafstörungen, Depressionen, Anpassungsstörungen (z.B. Umgang mit Krisensituation), Essstörungen, Substanzmittelkonsum u.v.m.

Im Bereich Coaching u.a. wegen Wünschen nach Raucherentwöhnung, Gewichtsreduktion, Steigerung vob Selbstwert und Selbstbewusstsein, Leistungssteigerung im Beruf oder im Sport, Entscheidungsfindung, Suche nach verlorenen Gegenständen u.v.m.

Viele unserer KlientInnen und PatientInnen geben an, auf Hypnose gekommen zu sein, weil diese schnell wirkt (oftmals 1 – 3 Sitzungen) und dabei nicht 20 oder mehr Stunden benötigt werden. Einige haben in der Vergangenheit schon Erfahrungen in “konventionelleren Therapieverfahren” gemacht (z.B. Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, Gesprächstherapie) und wünschen sich nun für ein spezifisches Thema schnellere und zugleich auch tiefgreifende Lösungsmöglichkeiten.

Wird Hypnosetherapie von den Krankenkassen erstattet?

Nein, bisher leider nicht bzw. nur sehr selten. Manche private Kassen zahlen, gesetzliche jedoch nur sehr selten und in Einzelfällen (beispielsweise, wenn schon viele andere Therapien ohne Erfolg verliefen).

Was ist das Un(ter)bewusste?

Das Unterbewusste ist der Teil unserer Psyche und körperinternen Vorgänge, der nicht direkt bewusst erfasst werden kann, also nicht bewusst wahrgenommen wird. Tagtäglich werden wir die ganze Zeit mit Sinneseindrücken konfrontiert, von denen wir unmöglich alle auf bewusster Ebene verarbeiten können. Trotzdem nehmen wir diese Sinneseindrücke auf, nur ohne es zu wissen. Auf körperlicher Ebene verläuft zum Beispiel die Steuerung unseres autonomen Nervensystems auf unbewusster Ebene (Herzschlag, Atmung, Muskulatur etc.). Routinevorgänge, z.B. Autofahren, werden nach einer Akquirierungsphase ins Unbewusste verlagert.

Dinge laufen also sozusagen automatisiert ab, ohne dass Du über jeden einzelnen Schritt nachdenken musst. In unserem Unterbewussten werden jedoch auch Erinnerungen und Emotionen abgespeichert. Auch verdrängte Konflikte werden dort abgelegt. Während einer hypnotischen Trance ist unser Bewusstsein in einem entspannten Zustand, weswegen der Zugang zum Unterbewussten leichter möglich ist als in einem normalen Wachzustand. So können verdrängte negative Emotionen und Assoziationen aufgelöst und positive persönliche Ressourcen gestärkt werden. Laut Milton H. Erickson, dem Begründer der modernen Hypnosetherapie, ist das Unterbewusstsein der Ort unserer Kreativität, der Ort der unerschöpflichen Ressourcen.

Spüre ich es, wenn ich hypnotisiert werde? Wie fühlt sich Hypnose für KlientInnen an?

Für die meisten Menschen fühlt sich Hypnose an wie ein tiefer, angenehmer Entspannungszustand. Während einer Entspannungshypnose kommt es u.a. zur Senkung von Herzschlagfrequenz und Blutdruck. Oftmals geht der Atem ruhiger und tiefer. Vielen Menschen ist während eines hypnotischen Trancezustandes wohlig warm, die Stimme des Hypnotiseurs klingt angenehm beruhigend, man fühlt sich oft entweder schwerer oder leichter als im „Normalzustand“. Äußere Einflüsse werden eher ausgeblendet, es kommt zu einer Fokussierung der Aufmerksamkeit auf interne Prozesse und die Stimme des Hypnotiseurs.

Unter Umständen kommt etwas Müdigkeit auf. Ab und an passiert es, dass Klienten während der Hypnose einschlafen. Dies ist jedoch nicht weiter schlimm da Dein Unterbewusstsein trotzdem alle Informationen für Dich aufnimmt. In den allermeisten Fällen wachen diese Personen dann wie von selbst am Ende der Trance wieder auf. Wenn nicht, einfach noch eine Weile weiterschlafen lassen, die Trance geht in einen normalen, natürlichen Schlafzustand über. Entgegen der Laienmeinung, dass Du in Hypnose bewusstlos bist, kannst du alles hören und bewusst entscheiden, ob du dich auf die Suggestionen des Hypnotiseurs einlassen willst oder nicht. In fast allen Fällen ist es so, dass man sich auch nach der Hypnose an alles erinnern kann. Eine völlige Amnesie gibt es kaum. Es ist vergleichbar mit einem Traum. Manche erinnern sich an den kompletten Traum und andere nur an Bruchstücke.

Kann ich gegen meinen Willen hypnotisiert werden?

Niemand kann Dich dazu zwingen, in Trance zu gehen. Bei der Hypnose kommt es auf eine gute Verbindung und ein Zusammenspiel zwischen Hypnotiseur und Klient an. Wenn sich Klienten nicht auf die Hypnose einlassen wollen, wird sie auch nicht funktionieren. Wenn Du etwas nicht machen willst, wird es nicht geschehen. Jeder Mensch behält in der Hypnose seinen eigenen Willen und seine eigene Kontrolle. Suggestionen die unmoralisch oder sonstwie unangenehm für Dich sind, wirst Du auch nicht befolgen. Du wirst auch keine Informationen preisgeben, die Du nicht preisgeben willst. Suggestionen die vom Patienten vollkommen abgelehnt werden, führen sehr oft zu sofortiger Beendung einer Trance.

Kann jeder Mensch hypnotisiert werden?

Grundsätzlich gilt für ca. 98% aller Menschen: ja. Allerdings nur, wenn Du Dich auch wirklich auf die Hypnose einlässt. Jemand, der sich von vornherein gegen die Hypnose und gegen die Suggestionen sperrt, kann auch nicht hypnotisiert werden. Hier wäre dann eine sehr deutliche Grenze. Wenn man sich allerdings auf die Hypnose einlässt, steht die Welt der Hypnose im Regelfall jedem offen (eventuelle Ausnahmen: bestimmte Krankheiten des zentralen Nervensystems, sehr niedriger IQ o.ä.). Jedoch reagiert nicht jeder Klient gleich gut auf die gleichen Suggestionen – so verschieden wie wir Menschen sind, müssen teilweise auch unsere Suggestionen und Hypnose-Induktionen sein.

Teilweise wird Hypnotisierbarkeit auch mit dem Konzept der sog. “Suggestibilität” verwechselt. Doch suggestibel bezieht sich darauf, wie leicht Klienten Suggestionen annehmen oder wie gut sie darauf reagieren. Dies kann abhängig von der Stimmung, der Tageszeit oder vielleicht auch Persönlichkeitsmerkmalen sein, hat aber mit der grundsätzlichen Hypnotisierbarkeit wenig zu tun. So kann jemand leicht hypnotisierbar sein, aber nur schlecht auf Suggestionen reagieren – oder andersherum.

Gibt es Kontraindikationen bei Hypnose?

Hypnose sollte nicht angewendet werden bei Menschen, die unter Hypotonie (sehr niedriger Blutdruck) oder akuten Herz-Kreislaufproblemen leiden. Ebenso ist – zumindest ohne Rücksprache mit dem Arzt oder Psychotherapeuten – davon abzuraten, Hypnose bei psychotischen Zustanden (Wahnvorstellungen, Halluzinationen, akuter schizophrener Schub etc.) oder Hirnverletzungen sowie organischen Hirnerkrankungen einzusetzen. Menschen, die unter dem Einfluss von Drogen, Alkohol oder starken Medikamenten stehen, sollten ebenfalls nicht hypnotisiert werden.

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