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Entspannungsverfahren im Überblick

Hypnose, Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Meditation sowie Yoga, QiGong und Tai Chi gelten als die bekanntesten und am häufigsten verwendeten Entspannungsverfahren unserer Zeit. Verbunden durch einige gemeinsame Elemente, wie beispielsweise oftmals den Fokus auf das Innere, die Verwendung von Suggestionen oder Mantras oder die Konzentration auf eine tiefe Atmung und innere Ruhe, können und müssen die einzelnen Entspannungsverfahren in Art der Ausführung und Wirkung jedoch klar voneinander abgegrenzt werden.

Der Begriff „Progressive Muskelentspannung“ bezeichnet das bewusste und gezielte An- und Entspannen bestimmter Muskelgruppen. Diese werden nacheinander in zumeist festgelegter Reihenfolge zuerst angespannt, dann für eine Zeitdauer von ca. 7-20 Sekunden in der Anspannung gelassen, und dann wiederum für 45-60 Sekunden entspannt. Der Fokus soll dabei vor allem auf den Veränderungen zwischen Anspannung und Entspannung liegen und den Eindrücken, die mit diesen wechselnden Zuständen einher gehen. Durch regelmäßiges Training soll die Körperwahrnehmung derart geschärft werden, dass der Patient schließlich in der Lage sei, sogar kleinste Verspannungen wahrzunehmen und selbst aufzulösen.

Der Begriff „Hypnose“ leitet sich vom griechischen Gott des Schlafes „Hypnos“ ab und wurde erstmals durch den Augenarzt James Braid gekennzeichnet. Auch wenn der Namensursprung etwas anderes vermuten lässt, unterscheidet sich Hypnose auf physiologischer Ebene deutlich vom Schlafzustand und ist auch nicht unbedingt an körperliche Entspannung gebunden. Dahingegen zeichnet sich Hypnose durch einen Zustand der fokussierten Aufmerksamkeit aus, in dem unser Unterbewusstsein in den Vordergrund tritt und  Suggestionen leichter angenommen werden. Innere Bilder nehmen einen höheren Stellenwert ein als im Wachzustand.

Im Gegensatz zur Hypnose, die oftmals abseits der puren Entspannung gezielt zur Lösung von speziellen Herausforderungen und Problemen eingesetzt wird, geht es bei der Progressiven Muskelentspannung vor allem um die körperliche- und die damit einhergehende mentale Entspannung. Diese Unterscheidung wirkt sich auch auf die Anwendungsgebiete aus: Während diese im Falle der Hypnose von Substanzmissbrauch oder Gewichtsreduktion über Schmerzreduktion und Anästhesie bis hin zum Abbau von Ängsten, Phobien oder Stress gestreut sind, wird Progressive Muskelentspannung primär zur Reduktion von Stress, Verspannungen und körperlichen Schmerzen eingesetzt und kann somit zur Verbesserung der eigenen Körperwahrnehmung beitragen.

Zwischen der Hypnose und dem Autogenem Training besteht eine sehr enge Verbindung: das autogene Training entstand zumindest teilweise direkt aus der Selbsthypnose heraus und beruht (ebenfalls) auf Autosuggestionen. Den Begründern des Autogenen Trainings fiel auf, dass in der Hypnoseinduktion vorwiegend Suggestionen der Wärme und Schwere gegeben wurden. Daraus entwickelte sich das Autogene Training, das ebenfalls mit Suggestionen von Wärme und Schwere der Gliedmaßen arbeitet (zusätzlich werden oftmals Atemsuggestionen und Suggestionen für Solarplexus gegeben).

Sowohl Yoga als auch QiGong und Tai Chi gelten als Bewegungsmeditationen: durch sanfte Bewegungen, Körperübungen und spezielle Atemtechniken soll ein verbesserter Energiefluss im Körper wie auch eine verminderter Körperspannung herbeigeführt werden.

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[…] kann der Gegenspieler ihn deshalb auch wieder zum Halten bringen. Daher eigenen sich vielfach auch Entspannungsmethoden, um Angstzustände aufzulösen und zu lernen, besser mit der Angst umzugehen. U.a. mithilfe der […]

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