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10-Schritte-Bauanleitung AUTOSUGGESTION & AFFIRMATION

Schon des Öfteren haben wir in unserem Blog von Affirmationen und Autosuggestion gesprochen. Beides betitelt im Endeffekt dieselbe Technik: sich selbst mit positiven Sätzen zu einem zufriedeneren Leben verhelfen.

Nun wollen wir Dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung geben. Diese kannst Du gerne auch Deinen Klienten weitergeben.

1. Recherche im Kopf und außerhalb

Überlege Dir, was Deine Ziele und Wünsche sind und schreibe alles nieder. Im Ersten Schritt sind Formulierungen noch nicht wichtig. Vielleicht tauchen beim Aufschreiben noch andere, verborgene Wünsche auf. Beschrifte dein Blatt kreuz und quer mit allem was Dir einfällt.

2. Kategorien und Prioritäten bilden

Kategorisiere Deine oben genannten Wünsche nach Gruppen. Vielleicht betitelt mehrere Wörter ein- und dasselbe Ziel? Wenn Du sehr viele grundverschiedene Wünsche hast, ist es manchmal leicher, diese in Gruppen abzuarbeiten. So musst Du deine Energie und deinen Fokus nicht zu sehr streuen.

3. Ökocheck und Bauchgefühl

Stelle Dir vor, wie es wäre, diese Ziele wirklich zu erreichen. Nimm Dir eine Wunschgruppe nach der anderen vor, schließe Deine Augen und fühle einmal hinein, welches Gefühl da kommt. Alles ist hier erlaubt. Vielleicht merkst Du sogar, dass manche der Ziele plötzlich doch nicht mehr so erstrebenswert sind wie angenommen, während andere sich gut anfühlen. Wiederum andere fühlen sich zwar gut, aber momentan noch unglaubwürdig an. Dazu kommen wir später noch im Detail.

4. Kreative Formulierungshilfen

Beginne mit den Wünschen, die sich gut und grundsätzlich glaubwürdig/real anfühlen. Formuliere einen vollständigen Satz pro Wunschgruppe

  • der im Präsens oder Präteritum steht
  • der idealerweise beginnt mit “Ich bin dankbar für...” (denn man ist dankbar für bereits erreichte Dinge)
  • der positiv formuliert ist und keine Verneinungen (nicht, nicht mehr, keine, …) oder Konditionalausdrücke (hätte, würde, wäre, könnte, …) enthält
  • der genau dein Ziel beschreibt, ohne Redewendungen oder gestelzte Ausdrücke
  • der deinem Sprach- und Sprechstil entspricht

5. Alles richtig gemacht?

Überprüfe Deinen Satz auf mögliche Fehlerquellen. Ist er einwandfrei zu verstehen? Könnte dein Unterbewusstsein den Satz falsch interpretieren? Achte auf genaue Formulierungen, in etwa nach der SMARTen-Ziele-Regel. Wenn Du Dir unsicher bist, frage Verwandte oder Freunde, wie sie den Satz verstehen würden.

6. AffOrmationen als Form der Autosuggestion

Für die momentan noch unglaubwürdigeren Wünsche: beginne in kleinen Schritten mit AffOrmationen. Anstatt eine Wahrheit vorzugeben, die noch zu weit entfernt scheint, frage Dich: Wie würde es sich anfühlen, … (schlank und gesund zu sein / eine Million Euro im Lotto zu gewinnen / eine harmonische und liebevolle Partnerschaft mit … zu führen). Damit lenkst Du den Fokus auch bereits auf dein Ziel. Wenn das Gefühl nach einigen Wiederholungen stimmig ist, kannst Du zur oben genannten Form der Autosuggestion übergehen.

7. Gefühl, Gefühl, Gefühl

Das Gefühl sollte immer mit dabei sein! Stell dir mit allen Fasern deines Körpers und deiner Seele vor, wie toll es ist, das Ziel erreicht zu haben. Wie gut es Dir damit geht. Wie stolz Du auf Dich bist – und vielleicht sind auch noch andere Menschen stolz. Was Du alles machen kannst, jetzt, da du das Ziel erreicht hast. Fokussiere Dich ganz auf die Freude, aber versteife Dich nicht auf ein “gelingen müssen”. Druck und Zwang sind meistens kontraproduktiv. Sieh da Ganze als Spiel, als Übung.

8. Autosuggestionen wiederholen – so geht’s

Die Wiederholung machts. Vielleicht bist Du ein Glückspilz und schon nach einem Durchgang purzeln die Pfunde / fließt das Geld / floriert die Partnerschaft. Vielleicht hast Du Dir dein Ziel im vorherigen Schritt besonders intensiv vor Augen geführt. Glückwunsch! Meistens aber benötigen Affirmationen / Autosuggestionen viele Wiederholungen, um zu wirken. Und auch wenn das gerade eine schlechte Suggestion war, entspricht es zumeist der Wahrheit. Viele Personen scheitern an ihrer Autosuggestion oder glauben, dass diese nicht wirken. Schuld sind entweder die mangelnde Emotion dahinter, zu viel Druck oder zu wenig Wiederholung.

Als grober Anhaltspunkt: Du solltest Deine Affirmationen mindestens 2 – 3 mal pro Tag für die Dauer von mindestens vier Wochen aufsagen oder anhören.

9. Wie das eigene Unterbewusstsein programmieren?

Die Art der Aufnahme: verbal, auditiv, bildlich? Das ist ganz Dir überlassen. Wir Menschen reagieren unterschiedlich stark auf Informationen bestimmter Sinneskanäle. Während manche Personen eher auditiv veranlagt sind, gehen Andere rein über das Gefühl oder bildliche Vorstellungen. Meistens ist es aber eine Mischform und deshalb kannst auch Du frei wählen. Sage Dir eine Affirmationen laut auf, höre sie Dir über Kopfhörer an oder verbinde bestimmte Bilder mit Deinen Wünschen. Du kannst auch variieren – Hauptsache sind Gefühl und Wiederholung.A

10. Nachkontrolle und Anekdoten

Ein letzter Tipp am Rande: sollte sich nach mehreren Wochen immer noch nicht der kleinste Erfolg eingestellt haben, springe zurück zu Schritt 4 und überprüfe Deine Affirmationen noch einmal. Möglicherweise hat sich doch irgendwo eine Unstimmigkeit eingeschlichen. Oder das Thema wird von Dir in irgendeiner Art und Weise blockiert. Hier kann eine ursachenorientierte Hypnose helfen.

Ach ja: solltest Du seltsame Erlebnisse bemerken, auch dann überprüfe deine Sätze mit Bedacht. Schließlich kann die erträumte treue Partnerin mit den langen blonden Haaren auch eine Golden-Retriever-Hündin sein, wer weiß? Genaue Formulierungen helfen Dir, solche Missverständnisse zu vermeiden. Aber vielleicht bist Du ja sowieso ein Hundefreund.

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