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Angststörungen und Hypnose

Im ICD-10 werden im Bereich Angsterkrankungen vor allem Panikstörungen, Generalisierte Angststörung und Phobische Störungen unterschieden. Hier eine kurze Zusammenfassung, was die einzelnen Krankheitsbilder voneinander unterscheidet.

Panikstörung – Angst aus heiterem Himmel

Panikstörungen sind immer wieder aufkehrende Panikreaktionen, die nicht an bestimmte Situationen gekoppelt sind. Deshalb ist das Auftreten von Panik nicht vorhersagbar.

Paniksymptome können sein Schwindel, Herzklopfen-/rasen, übermäßiges Schwitzen, die Angst zu sterben oder verrückt zu werden, das Gefühl zu ersticken oder nicht mehr genug Sauerstoff zu bekommen sowie Derealisations- und Depersonalisationsgefühle.

Während Derealisation bedeutet, dass die Wahrnehmung der Umgebung sich verändert (z.B. Dinge werden unschärfer wahrgenommen), bedeutet Depersonalisation, dass sich die Wahrnehmung der eigenen Personen verändert (z.B. das Gefühl, neben sich zu stehen).

GAS – Generalisierte Angststörung & Sorgenketten

Die Generalisierte Angststörung macht sich insbesondere durch Sorgen und Verkettung von Sorgen erkennbar. Zumeist wird von einer Sorge (z.B. mir könnte etwas Schlimmes passieren) zur nächsten Sorge (z.B. meiner Familie könnte etwas zustoßen) gesprungen, ohne die einzelne Kognition konkret zu Ende zu denken.

Im Gegensatz zu Panikstörungen gibt es bei der GAS keine Panikspitzen, sondern ein gleichbleibendes Anspannungsniveau.

Phobische Störungen – Angst vor spezifischen Dingen

Phobische Störungen können unterschiedlichster Art sein. Personen mit Agoraphobie meiden z.B. in der Regel öffentliche Plätze oder Menschenmengen, reisen nicht gerne alleine oder zu weit weg von zuhause oder haben Probleme mit bestimmten Räumen / Flächen.

Sozialphobiker stehen nicht gerne im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, haben Angst „peinlich aufzufallen“ oder etwas Falsches zu sagen. Deshalb machen sie sich zumeist viele Gedanken darüber, wie Konversationen oder Begegnungen laufen könnten.

Und schließlich gibt es noch spezifische isolierte Phobien, also die Angst vor einer ganz bestimmten Situation. Dies kann die Angst vor Hunden sein, die Angst vor Fahrstühlen oder die Angst vorm Erbrechen.

Je nachdem, um welche spezifische Phobie es sich handelt, trägt diese auch zumeist einen kompliziert klingenden lateinischen Namen. Die Auflistung aller konkreten Bezeichnungen für Phobien findet sich beispielsweise hier.

Hypnose zur Behandlung von Angst

Hypnosetherapie stellt ein wirkungsvolles Mittel dar, um Betroffenen zu helfen, ihre Angsterkrankung aufzulösen oder zu reduzieren. Voraussetzung dafür ist eine in Deutschland anerkannte Heilerlaubnis. Diese Heilerlaubnis betrifft alle Krankheiten, die im Klassifikationssystem des ICD aufgeschlüsselt sind.

Regression, Suggestion & hypnotische Metaphern

In der Hypnose kann eine Regression zum Ursprung der Angst stattfinden, um diesen aufzulösen oder positiv neu zu besetzen. Viele unserer Ängste haben ihren (unbewussten) Ursprung in der Kindheit.

Alternativ kann über positive Metaphern, Bilder und Suggestionen eine korrigierende Erfahrung ins Unterbewusstsein eingespeichert werden. Dazu ist es wichtig, eine genaue Anamnese zu erstellen, die Auslösebedingungen zu kennen und das Krankheitsbild richtig einzuordnen. Im Anschluss können Wünsche und Ziele des Klienten – genauer – besprochen werden.

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