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Ängste und Phobien Teil 2: Angst Kreislauf

Ängste und Phobien Teil 2: Wahrnehmungen

Körper und Geist stehen im Wechselspiel. Der sogenannte Angst Kreislauf,  von vielen Betroffenen auch als Teufelsrad bzw. Teufelskreislauf gesehen, beschreibt genau dieses. An einer beliebigen Stelle kann er beginnen, an jeder Stelle könnte er prinzipiell auch wieder durchbrochen werden.

Ein Beispiel: Jemand bemerkt, dass beim Treppensteigen der Puls schneller geht und man mehr atmen muss (körperliche Symptome). Die vernünftige Erklärung dafür ist die erhöhte körperliche Belastung. Allerdings könnte die Wahrnehmung des stärkeren Pulsschlags besonders bei hypochondrisch veranlagten Personen auch die Angst vor Herz-Kreislauf-Problemen oder im schlimmsten Fall eines Herzinfarktes hervorrufen. Durch den Fokus auf diese negativen Gedanken ist es ganz natürlich, dass als emotionale Reaktion die Angst ins Spiel kommt.

Angst wiederum bewirkt ebenfalls physiologische Veränderungen, die die erwähnten körperlichen Symptome wiederum verstärkt. Vielleicht erhöht sich in Folge der Blutdruck und man fängt an zu schwitzen. Eine beginnende Panikattacke äußert sich auf oftmals durch ein beklemmendes Gefühl oder Druck auf der Brust. Durch die Wahrnehmung der gesteigerten Symptome wiederum werden die Gedanken noch unruhiger und die Angst dementsprechend größer.

Den Angst Kreislauf durchbrechen

Selten funktioniert es, körperlich vollkommen ruhig zu bleiben, wenn der Geist aufgewühlt ist und andersherum. Ein ruhiger Geist beruhigt auf Dauer auch den Körper und ein entspannter Körper bewirkt auch zumeist einen ruhigeren Geist. Je nachdem, was den Angst Kreislauf in Schwung gebracht hat, kann der Gegenspieler ihn deshalb auch wieder zum Halten bringen. Daher eigenen sich vielfach auch Entspannungsmethoden, um Angstzustände aufzulösen und zu lernen, besser mit der Angst umzugehen. U.a. mithilfe der progressiven Muskelentspannung gibt es bereits eine systematische Desensibilisierung bei Angst, die bei vielen Patienten angewandt wird. Auch mit Hypnose kann dementsprechend eine Tiefenentspannung eingeleitet werden – oder die Angst wird sogleich durch Regressionsarbeit aufgelöst.

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Gerade in angstbesetzten Situationen kann daher auch eine ruhige Atmung helfen, sich innerlich wieder zu erden. Hier gibt es Tipps zur ruhigen und gesunden Atmung. Eine ruhige Atmung führt über kurz oder lang zu einem ruhigen Herzschlag, was wiederum den Blutdruck senkt. Physiologische Vorgänge als Gegenspieler zu den psychologischen Wirkmechanismen und andersherum helfen somit, die Angst zu lindern. Natürlich ersetzt diese Vorgehensweise nicht, grundsätzlich einmal nach dem Ursprung und den Gründen der Angst zu suchen.

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